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Wenn die Juristen großen Unternehmen Langeweile haben … dann wirds gefährlich.

So hats jetzt das Playmo-Bibel-Projekt von Pfarrer Markus Bomhard erwischt. Das vielgelobte Projekt, in dem er mit Playmobil-Figuren biblische Szenen darstellt, musste er jetzt vom Netz nehmen.

Offenbar verlangt Playmobil, dass die Szenen nur mit unveränderten Playmobil-Figuren dargestellt werden dürfen. Also keine verlängerten Bärte oder gebogenen Arme. Der Name Playmo-Bibel war den Fürthern auch ein Dorn im Auge.

Ich denke, die PR-Leute von Playmobil werden im Gedanken den zuständigen Playmobil-Juristen in die Hölle wünschen. Die Pressemeldungen zu diesem Urheberrechts-verstoß sind ja eine  Image-Katastrophe für Playmobilisten.
Die Playmo-Bibel hat dem Konzern sicher nicht geschadet.
Der Wirbel jetzt geht sicher durch alle Gazetten … und alle Welt schüttelt den Kopf über die bornierte fränkische Plastik-Firma.

Beim jetzigen Stand gibts nur Verlierer.

kreuzWährend ich heute “endlich mal” mein Arbeitszimmer aufräume, liefert mir B5-Aktuell im 15-minuten Ryhthmus den aktuellen Stand der Tragödie um den Amoklauf an der Albertville-Schule. Die Situation ist so unwirklich und unvorstellbar, dass mir erst am Nachmittag bewusst wird, was da geschehen ist.

Ein Amoklauf, der auch an jeder anderen – auch an meiner Schule hätte passieren können.  Abends beim Kinder-ins-Bett-bringen spüre ich die Unsicherheit meiner Tochter und die offenen Fragen, die bleiben.

Jetzt sitze ich beim Vorbereiten der morgigen Schultages “1″ nach dem Amoklauf und weiß nicht, wie es morgen meinen Schülern geht. – Irgendwie sollte ich auf alles vorbereitet sein…

Da fällt mein Blick auf eine Datei aus dem Frühjahr 2002:  Da war das Attentat in Erfurt. Meine abgespeicherten Versuche, mit den Schülern das Thema zu bearbeiten. Ein Lied von POD (Youth of the nation), ein Arbeitsblatt ….

Ja, “wieder mal” so eine Katastrophe.

Ja, “wieder mal” reagieren und etwas vorbereiten.

Ja “wieder mal stellen wir uns alle die gleichen Fragen …

hundebierDamit sich Herrchen und Hundchen gemeinsam die Kante geben können, bietet mein Lieblings-Zooladen nun das Schwanzwedler Hundebier an.

Vorsicht: Falls das Gebräu Hassi zu sehr mundet, droht der finanzielle Absturz: Beim Preis von 1,99 Euro pro 0,3-Liter-Buddel kommt der 20 x 0,5l-Kasten hochgerechnet auf 66 Euro !!

Es war schon immer etwas teurer, einen exklusiven Geschmack zu haben (wers probieren will: Das Zeug schmeckt nach Rinderbrühe)

Den Blick nach Simbabwe, wo Menschen aus Mangel an Wasser zu hunderten elend zugrunde gehen – den möchte ich in diesem Kontext lieber gar nicht erst kommentieren…

Gestern ist auf RTL eine neue Staffel von “Bauer sucht Frau” gestartet. Wieder werden Bauern mit mehr oder minder hohem Heiratsmarktwert ins Rennen um einsame Frauenherzen geschickt.

Aber wer denkt sich bloß diese bescheuerten Adjektive aus, die den armen Landwirten wie Scheiße an den Sohlen kleben????

Das sind:

der ehrliche Rinderwirt Uwe

der sportliche Milchbauer Günne

der attraktive Schweinebauer Thorsten

der einsame Biobauer Thilo

Wie kommt man bloß auf die Idee, einen facettenreichen Menschen (dazu gehören auch unsere Bauern) mit einem tausenmal immer gleichförmig wiedergekäuten Adjektiv in eine bestimmte Schulade zu schubsen?

Herr, bewahre uns vor einer RTL-Serie “Pfarrer sucht Gemeinde” – wer weiß, welche Adjektive die dann für uns finden würden ….

Heute habe ich sie beim ALDI gesehen: Die ersten Weihnachtsleckereien des Saison.

Geschätzete 5 Quadratmeter Lebkuchen, Spekulatius, Nugatbarren.

Es war ja auch dringend notwendig: Es sind ja nur noch 97 Tage bis zum Heiligen Abend – da muss man sich sputen. Wahrscheinlich werden ab dem Ersten Advent die Süßwaren rationiert und sind nur noch auf Lebensmttelmarke zu bekommen. Darum sollte der kluge Mann vorbauen und schon im September zuschlagen.

Moment, wenn man die 97 Tage frist generell einhalten will, müssten dann sie ersten Schokoladenosterhasen noch während der Weihnachtsferien in die Regale hoppeln. Na denn, viel Spaß!

Kirche in Schieflage

Auf dem Urlaubs-Weg von Norddeich nach Neuschoo stand – oder soll man fast passender sagen “lag” – der Kirchturm von Suurhusen direkt an der Straße. Ein echter Hingucker: Der schiefste Kirchturm der Welt.

Im Kirchenraum findet sich sogar die Urkunde der Guinness World Records Ltd, darin kann man nachlsen, dass der Turm eine Schieflage von 5, 1939 Grad hat.

So bleibt zu hoffen, dass es sich hier um die einzige Schieflage der Ostfriesischen Kirche handelt.

Allerhand! Unser neuer Kollege in Langensteinach hats bei seiner Predigt zur Installation krachen lassen. Er zitierte unter ausdrücklicher inhaltlicher Zustimmung die gewagte Aussage eines Pfarrkollegen:

Die Pfarrer in unserem Dekanat sind ein einziger Sauhaufen!

Was will man uns damit sagen?

Klar, der Kollege hat in in theologisch exzellenter Weise damit einen kreuzestheologischen Ansatz pastoraler Existenz in Anschlag gebracht und weder sich noch den Apostel Paulus (als Prediger, der nach Apg 20, 9-12 sogar den armen Eutychus zu Tode gelangweilt hat) dabei ausgenommen.

Von daher sei ihm dieser hochgeistige Klimmzug ehrend anzuerkennen!!!

Dennoch ist zu befüchten, dass uns dieses Sauhaufen-Bonmot des Kollegen in den nächsten Wochen immer wieder mal als running gag über den Weg laufen wird.

Na denn … da sagen unserem frischinstallierten Kollegen ganz freudig:

Lieber Stefan, herzlich willkommen in der Suhle !

Mein erster Wettkampf über 10 km! – Der Straßenlauf in Gollhofen (Ergebnisse hier, Fotos dort)

Immerhin habe ich mein dringendstes Ziel “nicht Letzter sein” super hinbekommen. Mein Wunsch, in 55 Minuten anzukommen, wurde nur knapp verfehlt: 56:07 Minuten sind immerhin nahe dran.

Typisch, menschlich hadere ich: Ich hätte vielleicht auf der Strecke zwischen km 8 und 9 noch ein bischen mehr …. – Quatsch! Es hat Spaß gemacht, auch am Tag danach tut nichts weh, also rezitiere ich das theologisch fragwürdige Gesangbuchlied: “Gib dich zufrieden und sei stille“.

Pasend dazu immerhin das in weiser Voraussicht geplante Thema des Gottesdienstes am Ort des Geschehens: “Die Entdeckung der Langsamkeit”.

In Gabis Gemeinde wird heute der neue Pfarrer eingeführt. Da will sie hin – sie freut sich drauf. Vielleicht ist “der Neue” ja fit, und dann würde ihr der Gottesdienst wieder mehr Freude machen. Denn sie war schon lange nicht mehr in der Kirche.

Aber dann hat sie ihre Nachbarin gehört – eine treue Kirchgängerin: “Passt auf, wenn der neue Pfarrer kommt, dann werden sie alle wieder kommen; die neugierigen Maulaffen, die sonst nie in die Kirche gehen! Sonst nie da, aber wenn was besonderes ist, dann kommen sie geschlichen!

Gabi ist darum doch daheimgeblieben – und sie überlegt sich, ob die in ihrer Kirche überhaupt noch willkommen ist.

Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste läßt und geht dem verlorenen nach, bis er’s findet? So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

So hats Jesus gesagt  – Gabis Nachbarin sieht es offenbar anders.

Ich hatte gar kein gutes Gefühl, als meine Tochter mit ihrer Kindergeburtstagsgruppe unbedingt auf die Brücke wollte: Auf die Autobahn wollten sie runterzugucken. Eine wild winkende, jubelnde und kreischende Grundschülerinnen-Horde.Ich habe nur gehofft: Hoffentlich passiert da nichts. Nicht dass einer der Fahrer auf der Autobahn eine Vollbremsung hinlegt, weil er denkt, das da oben wären steineschmeißende Attentäter.
Auf der Autobahn
Genau das Gegenteil passierte: Fast alle Autofahrer reagierten – sie winkten zurück oder hupten fröhliche Rhythmen. Bei einem Reisebus mit Senioren bekamen die ersten sechs Ritzreihen einen Wink-anfall. – Ein ausgelassenes Spektakel -
Die Mädchen freuten sich über die Reaktionen der Autofahrer – und die Leute auf der Autobahn waren anscheinend erfreut über diese Abwechslung während der langweiligen Reise zwischen Würzburg und Ulm
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Und ich stand daneben und wunderte mich nur noch: Ich hätte nie mit so etwas gerechnet. Mit so viel Vertrauen, dass keiner von denen da oben etwas Böses will.
Und sie haben recht: Diese ewige Skepsis – der notorische Verdacht, dass der Andere was Böses will – verbaut einen oft genug die Chance zu solchen fröhlichen und unbeschwerten Momenten wie an dieser Autobahnbrücke.

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